Sie sind hier: 

>> Appelle 1  >> Ärzteappell Allgäu-Bodensee-Oberschwaben 

  |  

Impressum

  |  

Einleitung

  |  

Wer wir sind

  |  

Mitgliedschaft

  |  

Spenden

  |  

Sitemap

  |  

Newsletter

  |  

Kontakt

  |

Allgäuer Ärzte-Initiative vom 25. Mai 2006

01.06.2006

Pressemitteilung der Allgäuer Ärzte-Initiative vom 25. Mai 2006

Allgäuer Ärzte-Initiative:
“Wir können nicht länger zum Mobilfunk schweigen”



+ Allgäuer Ärzte-Initiative warnt vor Belastungen durch Mobilfunk
+ Informationsabend für Laien und Ärzte am 31. Mai im Kornhaus in Kempten
+ Tipps zur Reduzierung der Strahlenbelastung

Seit Jahren wächst die Zahl der Fälle. Menschen, die hoch frequenten elektromagnetischen Feldern ausgesetzt sind, erkranken, ohne dass die behandelnden Ärzte die Ursache erkennen. Weil die Strahlenschutzkommission und die Mobilfunkbetreiber behaupten, es gebe innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte keine Gesundheitsbeeinträchtigungen, stellen die meisten Betroffenen und ihre Ärzte bei unklaren Krankheitsbildern keinen Zusammenhang her.

Doch wer will, kann es besser wissen. „Es gibt gewichtige Hinweise für Schäden durch Mobilfunkstrahlung. Ich halte es für sorglos, wenn man an den bestehenden Grenzwerten festhält“, sagt der Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Umwelt der Bundesärztekammer Prof. Dr. Heyo Eckel. Andere werden noch deutlicher: „Würden Medikamente dieselben Forschungsergebnisse wie Mobilfunkstrahlen bringen, müsste man sie vom Markt nehmen“ (Dr. Erik Huber, Referent für Umweltmedizin der Wiener Ärztekammer). Der Radarexperte der Bundeswehruniversität München, Prof. Dr. Günter Käs formuliert es so: „Die Strahlungswerte der Mobilfunknetze liegen zwar unter den Grenzwerten, aber diese orientieren sich nicht an der Gesundheit.“
Zu wenig bekannt ist, dass auch die Verwendung von schnurlosen Telefonen zu Strahlenbelastung führt.„Wir Ärzte sind Anwälte unserer Patienten und können nicht schweigen“, meinen 16 Mediziner aus dem Allgäu und veranstalten am 31. Mai um 19:30 Uhr im Kornhaus in Kempten einen Informationsabend für Laien und Ärzte. Dass die Veranstaltung – „Mobilfunk – Auswirkungen auf unser biologisches System“ – von der Landesärztekammer Bayern als Fortbildung für Ärzte zertifiziert wurde, spricht für die Qualität der Referenten, die in der Lage sind, schwierige Sachverhalte verständlich darzustellen.

Der Physiker Dr. Volker Schorpp spricht über „Funktionsprinzip, Wirkmechanismen und Auswirkungen der modernen Mobilfunktechnologie auf die Gesundheit“. Ulrich Weiner, Funktechniker und Unternehmensberater für Kommunikationstechnologien, stellt seine eigene Fallgeschichte vor. Weiner ist Betroffener. Dr. Horst Eger, Mitautor einer viel beachteten Studie referiert über „Die Anwendung elektrischer Höchstfrequenzen am Menschen“. Die praktische Ärztin Dr. Cornelia Waldmann-Selsam von der Bamberger Ärzteinitiative berichtet über „Erfahrungen der Initiative mit dem Krankheitsbild des Mikrowellensyndroms“. Fragen an die Referenten sind ausdrücklich erwünscht.

Der Initiator der Allgäuer Ärzte-Initiative, Dr. Markus Kern, will sich und seine Kollegen nicht in die Ecke der Technikfeinde stellen lassen: „Kommunikation ist ein Grundbedürfnis des Menschen, moderne Kommunikationsmittel sind für moderne Volkswirtschaften unverzichtbar. Es darf aber nicht sein, dass dem technischen Fortschritt die Gesundheit von Millionen Menschen geopfert wird. Wir erwarten von der Politik, dass sie die von ihr propagierte Gesundheitsvorsorge ernst nimmt.“

Bis zur Einführung neuer, medizinisch unbedenklicher Kommunikationstechniken fordern die Allgäuer Ärzte deshalb eine radikale Senkung der gesetzlichen Grenzwerte und eine breit angelegte Aufklärung der Mobilfunknutzer. „Nur wer Bescheid weiß, kann sich bewusst entscheiden.“ Die Allgäuer Ärzte-Initiative leistet ihren Beitrag. Sie gibt Tipps zur Reduzierung der Strahlenbelastung.

Verantwortlich:
Dr. med. Markus Kern, Facharzt für Psychosomatische Medizin, Am Flosserhäusle 8, 87439 Kempten,
Telefon: 0831/520 82 66 oder 520 82 44,
E-Mail: praxis.markus.kern@t-online.de